Prognosen verstehen.

Wettervorhersagen sind eine knifflige Angelegenheit. Wir sprechen hier von Regen-Prognose und der tatsächlich eintretenden Realität. Nehmen wir zum Beispiel an, es gibt eine Wetter-Prognose mit 70 % Regenwahrscheinlichkeit. Die 70 % bedeuten, dass bei vergangenen Regenereignissen, mit ähnlichen Bedingungen, in 70 % der Fälle Regen gefallen ist.

Wir zeigen Dir hier ein Werkzeug, an dem Du nachvollziehen kannst, warum Wettervorhersagen von tatsächlichem Wetter abweichen.

Prognosen verstehen anhand von Ensemble-Vorhersagen

Eine Wetterprognose setzt sich aus vielen verschiedenen, sehr sensiblen Faktoren aus z.B. der Atmosphäre oder auch der Böden zusammen. Das sind z. B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Bodenfeuchte. Gewichtungen dieser Faktoren untereinander können große Unterschiede im Wetterverlauf ausmachen. Um diese unterschiedlichen Faktoren mit einzubeziehen werden Ensemble-Vorhersagen erstellt.
Kurz erklärt

Was ist eine Ensemble-Vorhersage?

Bei einer Ensemble-Vorhersage werden für einen bestimmten Zeitraum mehrere unterschiedliche Vorhersagen erarbeitet, basierend auf unterschiedlichen Gewichtungen der Faktoren. Diese Vorhersagen werden dann übereinander gelegt. 

Durch das Übereinanderlegen ergeben sich drei Werte: Ein Mindestwert, ein Mittelwert und ein Höchstwert. In der Regel wird mit dem Mittelwert gearbeitet. Aber: Jede Vorhersage aus diesem Ensemble ist zum Zeitpunkt der Erstellung vergleichbar wahrscheinlich. Welche Vorhersage tatsächlich eintritt, lässt sich erst im Verlauf herauslesen. Dort, wo sich mehrere Verläufe ballen, kann vom Wetter-Trend gesprochen werden.

Wo finde ich Ensemble-Vorhersagen?

Kachelmannwetter.de bietet bei den Vorhersagen die Option „Vorhersage Ensemble“ an. Hier kannst du deinen Ort eingeben und bekommst das passende Ensemble für Deine Gegend angezeigt. Initial wird hier die Temperatur/Feuchte ausgespielt. Für uns interessant ist das Modell „Mitteleuropa Rapid Update ID2“ mit dem Reiter „Niederschlag“ und der Auswahl „Akkumulierter Niederschlag„. Dieses Modell zeigt eine potentielle Entwicklung in einem Zeitraum von 48 Stunden und wird ca. alle 3 Stunden aktualisiert.

Die dicke, schwarze Linie ist der Hauptlauf. Das ist die genaueste und aufwendigste Rechnung. Meistens bewegt sich das tatsächlich eintretende Wetter in dem Bereich, in dem sich die Linien bündeln. Das bedeutet aber nicht, dass der Ausreißer nach oben nicht eintreten kann.

Du möchtest dich etwas tiefer mit Ensemble-Vorhersagen beschäftigen? Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) findest du einen ausführlichen Text zum Thema.